AAA

„Wissen“ in 20 Minuten

Wissenschaft populär gemacht

Populär aufbereitete Berichte über Themen aus Forschung und Wissenschaft stossen beim Publikum auf grosses Interesse, sagt Marco Boselli, Chefredaktor von 20 Minuten. «Darum freut es uns sehr, unserer Leserschaft nun auch diese Inhalte bieten zu können.» Die meistgelesene Tageszeitung der Schweiz startet am 27. November 2009 mit der neuen Rubrik „Wissen“, die danach wöchentlich als Doppelseite erscheinen wird.

Initiiert wurde das Projekt von der Stiftung Mercator Schweiz und der Gebert Rüf Stiftung, die beide die Förderung von Forschung und Wissenschaft sowie von neuen und vielversprechenden Ansätzen für Wissenschaftskommunikation in ihren Stiftungszielen festgelegt haben. Sie finanzieren – zunächst limitiert auf zwei Jahre – eine externe Fachredaktion, welche die Seiten pfannenfertig für 20 Minuten produziert. Geleitet wird diese Redaktion von Beat Glogger, einem der bekanntesten und mehrfach preisgekrönten Schweizer Wissenschaftsjournalisten.

Wie breit der Begriff Wissenschaft gemeint ist, zeigt schon die Zusammensetzung der Redaktion. Zum Team gehören neben Glogger, der 12 Jahre die Wissenschaftssendung MTW des Schweizer Fernsehens moderierte und auch mehrere Jahre leitete, die beiden Journalistinnen Alice Kohli und Fee Riebeling. Die eine Physikerin, die andere Kultur- und Literaturwissenschaftlerin. «Eine ideale Kombination», sagt Pascale Vonmont, stellvertretende Geschäftsführerin der Gebert Rüf Stiftung. «Denn den unterstützenden Stiftungen ist es wichtig, dass das ganze Spektrum von Geistes- und Sozialwissenschaften über Naturwissenschaften und Medizin bis zu Technik und Ingenieurwesen abgedeckt wird», wie Albert Kesseli, Geschäftsführer der Stiftung Mercator Schweiz ausführt.

«Wir sind uns sehr bewusst, dass wir für ein schnelles, junges Medium schreiben», sagt Redaktionsleiter Glogger. Darum setzt er auf populärwissenschaftliches Infotainment. Das heisst, das Publikum soll emotional angesprochen und gleichzeitig korrekt informiert werden. Es soll auch erfahren, dass Forschung und Wissenschaft spannende Abenteuer sind, und dass die Schweiz auf ihre Leistungen in diesen Gebieten stolz sein kann. «Was jedoch nicht heisst, dass wir die journalistische Objektivität verlieren würden», so Glogger weiter. «Wir werden die Wissenschaft auch kritisch beleuchten und nach ihrer Relevanz für die Öffentlichkeit fragen.» Die Entflechtung von Geldgeber und Redaktion ist für die Projektpartner sehr wichtig, damit die journalistische Unabhängigkeit gewährt bleibt. 

Zur Begleitung des Projekts haben die finanzierenden Stiftungen einen Beirat einberufen, dem prominente Persönlichkeiten aus der Schweizer Forschung und Wissenschaft angehören.

 

Beirat „Wissenschaft in 20 Minuten“

Prof. Dr. Patrick Aebischer, Präsident der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), Vizepräsident der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS)

Prof. Dr. Heinz Bonfadelli, Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich

Prof. Dr. René Dändliker, Präsident der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW), Stiftungsrat der Gebert Rüf Stiftung

Anita Fetz, Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates

Prof. Dr. Antonio Loprieno, Rektor der Universität Basel, Präsident der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS)

Thomas Schaller, Leiter Corporate Communications der ETH Zürich, Vizepräsident der Swiss Universities Public Relations and Information Officers (SUPRIO)

Prof. Dr. René Schwarzenbach, Departement Umweltwissenschaften der ETH Zürich, Präsident der Abteilung IV des Schweizerischen Nationalfonds

Dr. Markus Zürcher, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Akademien der Wissenschaften Schweiz, Generalsekretär der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)

Projektlaufzeit: 2009-2011
Fördervolumen: CHF 212‘500