Vertrauen verstehen
Grundlagen, Formen und Grenzen des Vertrauens
Vertrauen. Man nimmt es als genauso selbstverständlich hin wie Misstrauen. Doch was ist Vertrauen überhaupt? Warum haben wir Vertrauen? Und warum nicht? Wie kommt Vertrauen zustande? Wie wird es zerstört? Und wie wieder hergestellt? Mit dem Forschungsprojekt „Vertrauen verstehen. Grundlagen, Formen und Grenzen des Vertrauens“ geht die am Collegium Helveticum tätige Projektgruppe der Universität Zürich dem Phänomen Vertrauen auf den Grund.
Die Wissenschaftler möchten das komplexe Zusammenspiel verschiedener Faktoren beim Vertrauen verständlicher machen. Sie möchten Vertrauen in seinen biologischen Grundlagen, sozialen Formen und gesellschaftlichen Funktionen besser verstehen und beziehen auch politisch-soziologische Komponenten mit ein. Um all das zu erreichen, verfolgt die Projektgruppe „Vertrauen verstehen“ einen transdisziplinären Forschungsansatz. Die beteiligten Disziplinen sollen nicht nur durch die gewonnenen Ergebnisse voneinander profitieren, sondern durch die methodische Kooperation in der Forschungsarbeit.
In vier Teilprojekten geht es um die zentralen Problemfelder der Vertrauensforschung. Bei allen Teilprojekten arbeitet mindestens eine andere Disziplin mit. So werden natur- und kulturwissenschaftliche Forschungsbereiche kombiniert. Die Stiftung Mercator Schweiz fördert zwei Teilprojekte mit insgesamt 802 150 Franken. Die zwei weiteren Teilprojekte werden vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützt.
Die von der Stiftung Mercator Schweiz geförderten Teilbereiche sind:
- „Die emotionalen und neurobiologischen Ursachen von Vertrauen“: Das neurobiologisch-ökonomisch orientierte Teilprojekt untersucht, inwiefern sich allgemeines Risikoverhalten und zwischenmenschliches Vertrauen voneinander unterscheiden lassen. Dabei werden auch generelle Fragen behandelt, zum Beispiel: „Haben Menschen eine natürliche Neigung, zu vertrauen bzw. zu misstrauen?“ oder „Was für eine Rolle spielen kognitive, emotionale und affektive Faktoren?“
- „Lebensformen und Grenzen unbedingten Vertrauens“: Religiöse Formen des Vertrauens werden in diesem Teilprojekt erforscht. Es schliesst auch Fragen nach der Rolle von Wissen und Verständnis in Bezug auf die Vertrauensbildung sowie nach der Wiederherstellung von verlorenem Vertrauen ein.
Projektlaufzeit: 2009-2012
Fördervolumen: CHF 802‘150

Weitere Informationen
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Stiftung Mercator Schweiz
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