Mercator-Professur für sozialwissenschaftliche Japanologie
Japan im 20. und 21. Jahrhundert
Die Universität Zürich stärkt ihre Ostasien-Kompetenz: Nachdem die Sinologie seit längerem über zwei Lehrstühle verfügt, soll nun auch in der Japanologie ein zweiter Lehrstuhl geschaffen werden. Damit wird der zunehmenden wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Bedeutung des ostasiatischen Raumes Rechnung getragen. Die Universität Zürich möchte mit dem neuen Lehrstuhl ihre Stellung als nationales Zentrum für Ostasienwissenschaften weiter ausbauen.
Mit den von der Stiftung Mercator Schweiz zur Verfügung gestellten Fördermitteln wird der neue Lehrstuhl samt Ausstattung (Assistenzen, Sekretariat, etc.) Betriebskredit, Lehraufträge, Einrichtungskredit) sechs Jahre lang finanziert, bei schrittweiser Übernahme der Finanzierung durch die Universität Zürich.
Im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeit des neuen Lehrstuhls steht das zeitgenössische Japan. Unter Berücksichtigung der historischen Entwicklung in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Erziehung etc. werden insbesondere das 20. und 21. Jahrhundert abgedeckt. Zentrale Anliegen des Lehrstuhls sind die interdisziplinäre Vernetzung und die Förderung von exzellentem Nachwuchs.
Die Kernaufgaben der neuen Professur sind:
- Kontinuierliche Beschäftigung mit Problemen der modernen und zeitgenössischen japanischen Gesellschaft; Bereitstellung von Hintergrundwissen, vor dem Zahlen- und Datenmaterial für quantitative Studien deutbar wird
- Ausbildung und Förderung von wissenschaftlichem Nachwuchs
- Lancierung von fachübergreifenden Forschungsinitiativen sowie Aufbau von fakultätsübergreifenden Kooperationen
- Ausbau der gegenwartsbezogenen Japanstudien auf der Ebene des Bachelor- und Masterstudiengangs sowie auf Doktoratsstufe; Ausbau des Angebotes für Studierende anderer Fächer im 2. Hauptfach oder im (grossen und kleinen) Nebenfach.
Die Ausschreibung des neuen Lehrstuhls erfolgt nach den Regeln der Universität Zürich. Der Lehrstuhl ist gegenüber der Stiftung Mercator Schweiz unabhängig, das heisst die Forschungs- und Lehrfreiheit sind vollumfänglich gewahrt. Das Berufungsverfahren läuft zurzeit.
Projektlaufzeit: 2010-2015
Fördervolumen: CHF 3‘062‘000
Weitere Informationen
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Stiftung Mercator Schweiz
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